ДЗИ по немски език


МИНИСТЕРСТВО НА ОБРАЗОВАНИЕТО И НАУКАТА

ДЪРЖАВЕН ЗРЕЛОСТЕН ИЗПИТ ПО НЕМСКИ ЕЗИК
29 август 2018 г. – Вариант 2

12и клас - Немски език - Външно оценяване
TEIL 1

Warum ich keine Bücher mehr besitzen will


„Beim Aufräumen meines Regals, erzählt Angelika - habe ich gemerkt, dass ich die meisten von meinen Büchern nicht noch einmal lesen werde. Viele Bücher waren ungelesen und manche nur angefangen und nie wieder angerührt. Am Ende waren es nur wenige Bücher, die ich behalten wollte. Es waren diese, die mein Leben beeinflusst haben. Wenn ich daran denke, wie viele Bücher ich nicht behalten habe, erscheint mir die anstrengende Arbeit damals bei meinen Wohnungsumzügen sinnlos. Heute reicht eine Fensterbank vollkommen aus. Mein letzter Umzug war deutlich leichter und es ist lange her, dass ich ein Buch verkaufen, verschenken oder entsorgen musste.
Es gibt eine Menge Möglichkeiten, Bücher zu lesen, ohne sie materiell zu besitzen. Wenn ich ein Buch lesen will, schaue ich zuerst in der Onleihe der Stadtbibliothek nach. Über dieses Angebot kann ich E-books ausleihen, die ich dann über mein Tablet lese. Wer Hörbücher mag, kann hier ebenfalls was finden. Sogar Zeitschriften, wie zum Beispiel “Psychologie heute” kann ich mir ausleihen. Das Gute ist, dass ich viel Zeit und Geld spare, da ich die Bücher wieder zurückgebe und gar nicht erst in die Bibliothek muss. Das Angebot ist noch nicht sehr groß, aber in den letzten Jahren ist es enorm gewachsen.

Finde ich ein Buch nicht über die Onleihe, dann gehe ich zur Bibliothek und schaue, ob es als Printausgabe verfügbar ist. Meistens ist das Buch zu haben. Ganz klassisch leihe ich mir auch immer noch Bücher von Freunden und Bekannten aus. Die meisten von ihnen haben noch Bücherregale, vor denen ich gerne stehe, und sie freuen sich, ihre Bücher zu verleihen und sich später darüber auszutauschen. Und beim einen oder anderen merke ich dabei, wie erleichtert er ist, dass ich das Buch mitnehme.
Immer öfters sehe ich öffentliche Bücherschränke, in denen oft tolle Bücher sind. Nach dem Lesen kann ich sie einfach wieder hier abgeben. In der Türkei haben türkische Müllmänner mit weggeworfenen Büchern sogar eine Leihbibliothek gegründet, weil es ihnen so leid tat, sie wegzuwerfen. Die meisten Menschen lesen ihre Bücher selten noch einmal und wollen sie deshalb irgendwann auch nicht mehr besitzen. Bücher kaufen lohnt sich also nicht wirklich.
Wenn ich alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe und ein Buch unbedingt lesen möchte, dann bin ich auch bereit, es zu kaufen – allerdings nur in digitaler Form. Ich möchte in meinem Zuhause möglichst wenig neues Zeug ansammeln, nachdem ich alles schon weggeräumt habe. Dass ich Bücher kaufe, kommt mittlerweile nur noch sehr selten vor. Meistens handelt es sich um Fachbücher, die ich dann auch wirklich brauche.
Es ist keine dogmatische Entscheidung, ob man nun Printbücher oder E-books liest. Ich lese beides gleich viel. Beides ergänzt sich. Ich muss also auf nichts verzichten. Und ich muss mich nicht für eines entscheiden. Ich lese alle Bücher genauso, wie sie mir in die Hände geraten. Was zählt, ist der Inhalt.“



Bitte lies die Aufgaben (1-10). Kreuze die richtige Lösung an.


1. Angelika behält nur die Bücher, die sie beeinflusst haben.




2. Angelika hatte früher wegen ihrer Bücher keine Schwierigkeiten beim Wohnungsumzog.




3. Angelika liest nur dann Bücher, wenn sie die materiell besitzt und in der Hand hält.




4. Wenn Angelika die Onleihe von Bibliotheken benutzt, spart sie Geld und Zeit.




5. Bücher, die Angelika bei Freunden ausleiht, soll sie möglichst schnell zurückgeben.




6. Viele Freunde wollen Angelika Bücher nur ungern ausleihen.




7. In der Türkei existieren seit langem viele öffentliche Bücherschränke.




8. Die meisten Menschen wollen schon gelesene Bücher nicht weiter besitzen.




9. Angelika kauft vorwiegend Bücher in Printform.




10. In digitaler Form sind Fachbücher billiger als in Printform.




TEIL 2

Ist es okay, sein Kind per Smartphone zu tracken?


„Ist das Kind gut angekommen?“ Solche Fragen stellen sich viele Eltern, wenn die Kinder anfangen, allein zur Schule zu gehen. Heute reicht ein Blick auf das Smartphone, Tracking-Apps können Antworten auf diese Frage geben.
Soweit ich mich zurückerinnern kann, sind wir damals alle allein zur Schule gegangen – auch schon in der ersten Klasse. Das war völlig normal, kaum ein Kind wurde von seinen Eltern gebracht. Auch am Nachmittag war man frei zu entscheiden, was die eigene Freizeitgestaltung oder Verabredungen mit Freunden betrifft. Und das in einer Zeit, in der man an Smartphones noch gar nicht gedacht hat. Heutzutage ist das unvorstellbar! Schaut man sich morgens vor einer Grundschule um, stellt man fest, dass fast alle Kinder von ihren Eltern dorthin gebracht werden– und natürlich wieder abgeholt. Die wenigen, die doch alleine die Straße entlanggehen, wohnen entweder direkt neben der Schule oder haben ältere Geschwister dabei.
Vor kurzem gehörte ich auch zu den Eltern, die ihr Kind am liebsten selbst in die Schule bringen. Nun darf mein Sprössling auch alleine mit dem Bus zur Schule fahren – und nach Absprache auch alleine zu seinen Freizeitaktivitäten. Mit Ortungsapps wie „Meine Freunde suchen“ kann man jederzeit den Ort des Kindes tracken, es braucht nur ein Smartphone. Und man ist beruhigt.
Typisch übertriebenes Verhalten von überfürsorglichen Eltern, die s.g. Helikoptereltern, werden manche meinen und gegenargumentieren: Wie sollen die Kinder so bloß selbstständig werden? Ist das nicht ein grober Vertrauensbruch - schließlich wissen sie ja gar nicht, dass man sie trackt?
Ist es aber nicht viel mehr ein Schritt in die richtige Richtung? Es geht ja nicht darum, in die Persönlichkeitsrechte der Kinder einzugreifen. Es hat auch nichts mit Vertrauen zu tun, sondern einfach mit Sorge. Manche Eltern lassen ihre Kinder anrufen, wenn sie gut angekommen sind. Wieder andere gucken eben in eine App und sehen, dass das Kind gut angekommen ist. Das Prinzip bleibt dasselbe!
Klar, eine App kann Kinder nicht beschützen. Und ja, natürlich sollten Eltern es vermeiden, durch Apps zu stark in die Privatsphäre ihrer Kinder einzugreifen. Vor allem, wenn sie sich bereits im Teenageralter befinden. Aber genauso gut sollte man Eltern, die ihr Kind orten, nicht gleich verteufeln. Grad nicht, wenn der Nachwuchs noch nicht mal den ersten runden Geburtstag hinter sich hat. Die Gefahr, zu übervorsorglichen Helikoptereltern zu mutieren, besteht natürlich. Kann sich aber genauso gut nach ein paar Monaten wieder legen, wenn sich alles beruhigt hat – das jedenfalls ist meine Erfahrung.


Bitte lies die Aufgaben (11-15). Kreuze die richtige Lösung an.



11. Mithilfe von Tracking-Apps …





12. Fast alle Grundschulkinder …





13. Manche Leute sehen in Tracking-Apps eine …





14. Laut Artikel sind Tracking-Apps …





15. Die Eltern sollten unbedingt …





GRAMMATIK/ WORTSCHATZ

Austauschschülerin feiert Weihnachten im Taunus

Sveva Tecchia kommt aus Cavagliá, Italien, hat ihr erstes Schulhalbjahr an der Adolf-Reichwein-Schule hinter sich und freut sich auf das deutsche Weihnachtsfest.
„ Dezember ist der … (16) Monat des Jahres: der Winter kommt mit großen Schritten, der Schnee … (17) die Landschaft und man feiert die berühmten Feste, die alle Kinder so sehr lieben. Weihnachten ist eine sehr alte Tradition und ich habe immer gedacht, dass man es in der ganzen Welt … (18) feiert. Aber hier in Deutschland habe ich viel … (19) gelernt, was bei mir in Italien sehr anders ist.
Ganz ehrlich, Deutsche sind mehr in Weihnachtsstimmung als wir Italiener. … (20) hier der Dezember vor der Tür steht, spürt man schon Weihnachten. Dann gehe ich gerne abends spazieren, … (21) die Weihnachtsbeleuchtung im Dunkeln glitzert und die Atmosphäre so gemütlich ist.
Als ich … (22) Dezember vom Nikolaus gehört habe, war ich überrascht zu erfahren, dass der Nikolaus hier in Deutschland am 6. Dezember die Wunschzettel der Kinder … (23) und Süßigkeiten in ihre Schuhe steckt und nicht wie bei uns am Heilligabend.
Was auch völlig anders ist: Nicht der Weihnachtsmann bringt die Geschenke, sondern das Christkind. Das ist eine Neuigkeit für mich, weil ich als Kind … (24) jedem Heiligabend Kekse und Milch für den Weihnachtsmann vorbereitet habe und ich … (25) das gar nicht anders vorstellen kann.
Dieses Jahr lebe ich wie eine deutsche Jugendliche und habe zum ersten Mal einen echten Tannenbaum … (26).
Ich habe die unzähligen Weihnachtsmärkte hier im Taunus genossen, … (27) man eine Tasse Glühwein trinken oder Lebkuchen und gebrannte Mandeln essen kann.
Ich vermisse meine Familie, die ziemlich groß ist: ich habe drei … (28) Geschwister und zwei von ihnen haben schon eine eigene Familie. Ich freue mich schon riesig … (29) das neue Jahr: Im Januar werde ich zum dritten Mal Tante.
Zu Hause, in Italien, essen die Leute diese Tage ganz sicher Pandoro – den traditionellen italienischen Weihnachtskuchen. … (30) Italienisch sage ich Euch "Ti auguro un buon Natale!", was "fröhliche Weihnachten" bedeutet.


Bitte lies die Aufgaben (16-30). Kreuze die richtige Lösung an.



16. (16)





17. (17)





18. (18)





19. (19)





20. (20)





21. (21)





22. (22)





23. (23)





24. (24)





25. (25)





26. (26)





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30. (30)





Robert Lebecks Fotos erwecken 1968 zum Leben

Mehr als 30 Jahre lang fotografierte der deutsche Reporter Robert Lebeck Politiker, Prominente und den Alltag ... (31) Menschen. Seine Bildreportagen von 1968 auf der Ausstellung "Robert Lebeck. 1968" kann ... (32) jetzt im Kunstmuseum Wolfsburg sehen.
Die Ausstellung ist das ... (33) einer Zusammenarbeit des Kunstmuseums Wolfsburg mit dem Institut für Zeitgeschichte in Wolfsburg. Der Fotograf Robert Lebeck (1929-2014) dokumentierte ... (34) Jahrhundert zuvor, im Jahr 1968, die Welt im Umbruch. Viele der Fotos, die der Bildjournalist im ... (35) des Magazins "Stern" aufnahm, erzählen eine Geschichte: die Niederschlagung des Prager Frühlings, den Barrikadenbau ... (36) der Studentenunruhen in Berlin ... (37) wie die Beerdigung Robert F. Kennedys, eine Papstreise nach Kolumbien oder die Eskalation des Nordirland-Konfliktes.
Robert Lebeck gilt heute als ... (38) der herausragenden deutschen Fotoreporter und als ein Chronist des Alltagslebens seit ... (39) Jahren. In Berlin geboren, studierte er in New York und kehrte nach Deutschland zurück, ... (40) er für den "Stern" arbeitete.
Bei seiner Fotoreportage über Nordirland experimentierte Lebeck das erste Mal mit dem Farbfilm. ... (41) hatte er nur in schwarz-weiß fotografiert. Bis heute sind diese Arbeiten ungedruckt. Wolfsburg zeigt sie erstmals öffentlich.
Lebeck interessierten ... (42) Skandalgeschichten ... (42) Paparazzifotos. Die Schauspielerin Romy Schneider war aber ein ... (43) Motiv Lebecks. Er fotografierte auch den Papst Paul VI., den er auf seiner ersten Lateinamerika-Reise ... (44). Lebecks Fotos zeigen den Menschen hinter der Rolle und hinter dem Amt. Wohl deshalb ließen sich alle deutschen Bundeskanzler von ihm fotografieren - ... (45) in privaten Momenten.



Bitte lies die Aufgaben (31-45). Kreuze die richtige Lösung an.



31. (31)





32. (32)





33. (33)





34. (34)





35. (35)





36. (36)





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LESEVERSTEHEN



Warum schlechte Laune durchaus ihren Sinn hat

Die schlechte Stimmung raus lassen. Dem anderen deutlich die Meinung sagen – Gedanken wie diese hat jeder Mensch mal. Doch die meisten strengen sich an und machen weiter wie bisher. Sie fragen sich nicht, warum sie schlecht gelaunt sind. Dabei ist das durchaus sinnvoll. Denn wer mit solchen Gefühlen klarkommt, kann etwas über sich und andere lernen – und womöglich sein Leben verbessern.
Niemand kann permanent gutgelaunt sein. Es gibt viele gute Gründe, sich schlecht zu fühlen, meint Diplom-Psychologe Thomas Prünte. Dazu gehören zum Beispiel der Verlust eines geliebten Menschen, eine Kränkung, Mobbing oder Unzufriedenheit. Aber auch überschrittene Grenzen oder eine Arbeit, die der eigenen Persönlichkeit nicht entspricht, können auch die Ursache sein.
"Schlechte Laune ist wie ein rotes Lämpchen beim Auto", stellt der Psychologe fest. "Ganz einfach gesagt: Soll- und Ist-Zustand stimmen nicht überein, wenn man schlecht gelaunt ist." Das rote Lämpchen signalisiert: "Halt mal inne. Geh auf Spurensuche! Gibt es etwas, was dich gestört hat und wo du dich zum Beispiel nicht wohl gefühlt hast?"
Sinnvoll ist, seiner Umgebung dann deutlich zu sagen: "Ich bin nicht gut drauf, lasst mich einfach in Ruhe, ich weiß selbst noch nicht genau, woran es liegt." So wissen andere Menschen, wie sie mit einem schlecht gelaunten Gegenüber umgehen sollen, und ärgern ihn nicht aus Versehen noch mehr.
Wichtig ist es in jedem Fall, seine schlechte Laune selbst wahr- und dann auch ernst zu nehmen. "Das kann einem keiner wegnehmen", sagt Prünte. Er rät zu dem Versuch, möglichst konkret den Grund für die miese Stimmung zu formulieren – nach dem Motto: "Ich fühle mich schlecht, weil..." oder "Was mir jetzt fehlt, ist...". Meist geht es um Grundbedürfnisse wie Anerkennung, Zuneigung, Liebe oder Geborgenheit.
Aber selbst wenn es auf die Anderen manchmal so wirkt: Eine Krankheit ist schlechte Laune nicht. "Und sie ist auch nur selten ein Symptom". Vielfach hat schlechte Laune einfach mit Stress und Überforderung zu tun.


Lesen Sie bitte zuerst den Text. Kreuzen Sie danach die richtige Antwort. /Fragen 46 – 50/

46. Die meisten Menschen versuchen …





47. Ursachen für schlechte Laune …





48. Die schlechte Laune …





49. Wenn man schlecht gelaunt ist, sollte man …





50. Der Psychologe gibt den Ratschlag, bei schlechter Laune …





Lesen Sie bitte zuerst den Text und die Fragen dazu! Schreiben Sie danach Ihre Antworten. /Fragen 51 – 60/

Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied


Vom Rhein an den Missouri: Mit Hofjäger und Zeichner zog Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied durch den Wilden Westen. Der Mann ist heute fast vergessen. Dabei gehört er zu den bedeutendsten Forschungsreisenden und zu den Begründern der Völkerkunde. Als einer der Ersten ist er durch Brasilien und den damals noch wilden Westen Nordamerikas gereist. Seine Berichte bestimmten das Bild, das man sich in Europa von den Ureinwohnern machte. Besonders große Wirkung hatten die Illustrationen in seinen Büchern.
Schon als Junge bewundert Maximilian den Naturforscher Alexander von Humboldt. Wie sein Vorbild ist er finanziell unabhängig, da er in einer Adelfamilie geboren ist. Nachdem Maximilian zu Wied in Göttingen Naturkunde studiert und als preußischer Kavallerist gedient hat, plant er ein Abenteuer. Auf eigene Kosten will er die riesige, bislang die unbekannte portugiesische Kolonie Brasilien erkunden. 1815 fährt er zusammen mit seinem Hofjäger David Dreidoppel und dem Gärtner Christian Simonis am Bord eines Segelschiffs dorthin. In den folgenden zwei Jahren reisen sie die brasilianische Ostküste entlang. Von Rio aus gehen sie Richtung Norden durch die damals geschlossenen Regenwälder bis nach Salvador da Bahia. Sie haben 16 Pferde, Maultiere und Ochsenkarren dabei, die ihr Gepäck tragen. Tagsüber sammeln sie Tiere und Pflanzen, nachmittags und abends präparieren sie sie. Zu Wied macht Zeichnungen, die er später nach seiner Rückkehr Profis gibt, damit sie sie umzeichnen, denn sein Zeichentalent ist begrenzt. Auch die präparierten Tiere, die er von der Expedition mitgebracht hat – Schlangen, Schildkröten, Affen – werden von einem ausgebildeten Maler abgezeichnet. Bei der nächsten großen Expedition ist alles anders. Bevor der inzwischen 50-Jährige im Mai 1832 im Norden Amerikas ist, sucht er jemanden, der Tiere, Pflanzen und Menschen mit größtmöglicher Genauigkeit darstellen kann. Zum Glück findet er den 23-jährigen Schweizer Maler Karl Bodmer.
Pünktlich zum amerikanischen Unabhängigkeitstag kommt die Reisegesellschaft am 4. Juli in Boston an, der treue Jäger Dreidoppel ist auch wieder dabei. Die Abenteurer verbringen neun Monate entlang der Ostküste, wo sie aber keinem einzigen Ureinwohner mehr begegnen. Karl Bodmer zeichnet sie erst, als sie im Frühjahr 1833 die Stadt St. Louis am Mississippi und damit das „Tor zum Westen“ erreichen. Vor ihnen liegt nun „freies Indianerland“. Den Sommer 1833 verbringen sie in der Prärie, durchreisen das Grasland, begegnen verschiedenen Stämmen und nehmen an deren Festen teil. Zu Wied notiert, was er über ihre Sitten, Jagdgewohnheiten und Lebensweise erfährt, erforscht auch das Wissen der Medizinmänner. In dieser Zeit zeichnet und malt Bodmer. Die Ureinwohner sind neugierig und stehen gern als Modell da.
Mitte Juli 1834 gehen sie zurück Richtung New York und nach einer Fahrt über den Atlantik kommen sie einen Monat später in Neuwied ein. Für sein mehrbändiges Werk „Reise in das innere Nord-Amerika“ wählt zu Wied 81 Zeichnungen aus, die er drucken lässt. Seine authentischen Berichte und die Bilder von Bodmer wecken eine sehr große Aufmerksamkeit. Die beiden schaffen ein großartiges Bildwerk, das von besonders großen Bedeutung ist. Es macht Maximilian zu Wied zu dem bedeutendsten deutschen „Indianerforscher“ und Bodmer zum führenden „Indianermaler“. Der Reiseband gilt als das wichtigste Werk deutscher Sprache über die Ureinwohner Nordamerikas und wegen Bodmers Illustrationen als ein Höhepunkt in der Geschichte des Buchdrucks.


51. Wer ist Maximilian zu Wieds Vorbild?

52. Wieso kann Maximilian zu Wieds sich die teure Reise leisten?

53. Wie groß ist die Expedition nach Brasilien?

54. Was machen die Expeditionsteilnehmer, wenn sie nicht unterwegs sind?

55. Warum müssen professionelle Maler zu Wieds Zeichnungen umzeichnen?

56. Warum nimmt zu Wied Karl Bodmer auf die Reise nach Nordamerika mit?

57. Wann und wo begegnen die Reisenden den ersten Ureinwohnern?

58. Was macht zu Wied im Sommer 1833?

59. Was passiert mit den ausgewählten Bildern?

60. Warum gelten zu Wied als „bedeutendster Indianerforscher“ und Bodmer als „führender Indianermaler“?

Wählen Sie bitte eine der folgenden Möglichkeiten.

Thema 1

In den Kommentaren in einem Internetforum zum Thema „Glücklich sein“ lesen Sie folgenden Beitrag:

Glücklich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.

Schreiben Sie einen Beitrag zum Thema, indem Sie Ihre Meinung äußern und begründen (Wortzahl 160 – 170), beachten Sie dabei folgende Fragen:

\(\bullet\) Stimmen Sie dieser Aussage zu? Ja/Nein? Warum?
\(\bullet\) Welche Vorstellungen von Glück haben die Jugendlichen heute?
\(\bullet\) Was macht Sie persönlich glücklich?



Thema 2

Eine Jugendzeitschrift eröffnet unter den Jugendlichen eine Diskussionsrunde und schlägt folgenden Anfang vor: Um erfolgreich zu werden brauchen junge Leute heute ...

Schreiben Sie einen Beitrag zum Thema, indem Sie Ihre Meinung äußern und begründen (Wortzahl 160 – 170), beachten Sie dabei folgende Fragen
:

\(\bullet\) Was bedeutet Erfolg im Leben der jungen Menschen?
\(\bullet\) Was muss man wissen bzw. können, um Erfolg zu erreichen?
\(\bullet\) Ist es unbedingt notwendig erfolgreich zu sein?